Wege mit dem Rad

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Malaucène-Montélimar

Samstag/Sonntag, 16/17. April 2005 Malaucène - Montélimar

Schnee selbst auf dem Titelblatt der Zeitung... Nicht einmal der Anblick des Mt. Ventoux ist uns vergönnt. Statt dessen schneebedeckte Wiesen, Bergkuppen und Nebel. Über Nacht hat es geschneit. Die Auffahrt zum Col de la Tempête wäre allenfalls mit Skiern möglich. Die Rückkehr des Winters mit vereisten Autobahnen und stundenlangen Staus macht Schlagzeilen in der Wintereinbruch in MalaucèneLokalpresse und selbst in den deutschen Medien.

Der Tag beginnt im Regen und er endet im Regen, dazwischen regnet es ebenfalls, pausenlos. Die Provence ist über Nacht zum Kühlschrank geworden. Wir fahren für Einkäufe bei 4° über Null die fünf Kilometer nach Malaucène und genießen ansonsten unser Eingesperrtsein: Ein Schläfchen am Vormittag, ein Mittagschläfchen, dazwischen eine handfeste Brotzeit. Abends Essen, Wein und Schlaf. Tiefschlaf.

wer friert soll wenigstens gut essenUnsere ursprüngliche Absicht, bereits heute nach Valence aufzubrechen, um dort den Zug zurück nach Deutschland zu nehmen, müssen wir verwerfen, ebenso den Plan, nach einem gemeinsamen Bekannten zu forschen, der sich ebenfalls in Malaucène aufhält: Hendrik van de Veere, ein Belgier, der mit Urban eine lange Strecke während des letzten Paris-Brest-Paris zusammengefahren ist und mit dem ich gemeinsam ins Ziel gekommen bin. Wir hatten ihn gestern abend auf seinem Rennrad im Regen vor dem Supermarkt getroffen, ohne zunächst seine wahre Identität zu erraten - er aber hatte Urban wiedererkannt. Erst auf dem Weg zu unserer Unterkunft war uns klar geworden, wer er war und welche Rolle er unabhängig von einander jeweils für uns vor zwei Jahren gespielt hatte. Ein fast unglaublicher Zufall!

Erst im Laufe des nächsten Vormittages lässt der Regen nach und wir machen uns auf den langen Weg zurück: mit dem Rad nach Montélimar, von dort mit dem Zug nach Mulhouse. Und dann noch einmal aufs Rad, zurück nach Freiburg. Ankunft: Sonntag, 17.04.05 23.49h.

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